Sleeples Woman
Sleeples Woman

Sleeples Woman

2002 – Videoprojektion auf eine Wand, Dauer der Sequenz: 26'12 Minuten

Der Betrachter wird mit einer intimen Situation konfrontiert. Die Projektion an der Wand zeigt vor schwarzem Hintergrund in realer Größe ein rotes Bett in Seitenansicht, auf dem sich eine blonde Frau unter einer gelben Bettdecke unruhig hin und her wälzt. Mit geschlossenen Augen versucht sie vergeblich die ideale Liegeposition zu finden.

Aus der Richtung des Videobeamers dringt das unaufhörliche Schnurren einer Katze. Ist es dieses fast schon maschinell sägende Geräusch, das ihr den Schlaf raubt? Die klangliche Ebene wird sich mit den unterschiedlichen Orten der Präsentation ändern. Das jeweilige Geräusch versucht dabei niemals das Bild affirmativ zu vertonen, sondern wird dem Bild quasi im Dialog gegenüber stehen und sich zwischen den Polen Ruhe und Unruhe, Sicherheit und Bedrohung bewegen. So gilt das Schnurren einer Katze gemeinhin als Zeichen von Wohlbefinden, wird aber im Zusammenhang mit der schlafenden Frau vielleicht eher als ein die Nachtruhe störendes Element interpretiert. Genauso kann das Knistern eines Feuers das Geräusch eines gemütlichen Kaminfeuers sein, aber genauso von alles vernichtenden Flammen herrühren. Für ein regelmäßiges Ticken kann ein normaler Wecker aber auch eine Zeitbombe die Ursache sein.

Diese Arbeit war erstmals in der Ausstellung "Face to Face" im Keller der Galerie Gabriele Rivet Köln vom 30. Oktober bis 21. Dezember 2002 zu sehen. Außer der schlaflosen Frau gibt es auch einen schlaflosen Mann ("SLLEEPLESS MAN"), der sich auf einem blauen Bett dreht und wendet.

Darstellerin: Christiane Schoenen