Entrance
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Entrance

2013 – HD, 9:40 min, Installation für 19 Monitore

Die Videoaufnahmen entstanden im Rahmen eines Artist-in-Residence-Aufenthalts im Juni 2012 in Seyðisfjörður, ein kleiner Ort im Osten Islands.

Jeder Monitor zeigt in einer Plansequenz die Außenansicht eines Gebäudes von Seyðisfjörður. Ab und zu kommen die jeweiligen Bewohner aus der Eingangstüre und führen eine kurze Handlung aus: sie gießen Blumen, oder rufen die Katze, beschäftigen sich mit ihren Kindern, kehren die Treppe, spielen ein Instrument, oder stricken einen Pullover... verbunden mit den dazugehörigen Geräuschen. Es handelt sich bei der Installation um eine Komposition aus unterschiedlichen Ereignissen und Klängen, die zusammen ein neues Dorf aus bunten Häusern und kleinen Geschichten ergeben.

Der Ablauf und das Timing der einzelnen Performances wurden zusammen mit den Akteuren entwickelt.

Das Wort „Entrance“ bedeutet im Englischen „Eingang“, „Zugang“, aber auch „Auftritt“. Der Begriff umschreibt somit ganz gut die Funktion der Haustüre als Interface zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit, als Theatervorhang zur Bühne der Welt, auf der die Menschen agieren.

Die Installation kann unterschiedlich präsentiert werden: Version A: An einer Wand sind 19 Flachbildschirme in drei unterschiedlichen Größen montiert. Ihre Konfiguration orientiert sich dabei am Stadtplan von Seyðisfjörður.

Version B: An einer Wand sind 19 gleichgroße Flatscreens nebeneinander in einer Reihe auf Augenhöhe montiert. Diese Form betont dabei mehr den seriellen Charakter der Arbeit und die architektonische Variantenbildung des Prototyps Haus, ähnlich wie bei den Fotoserien von Hilla und Bernd Becher.

Version C: Die einzelnen Sequenzen werden auf 19 digitalen Fotoframes gezeigt, die auf einem großen Tisch räumlich versetzt angeordnet werden. So entsteht quasi ein Dorf im Miniaturformat. Gleichzeitig wird hier auf die weit verbreitete Präsentationsform von Familienfotos auf Schreibtischen angespielt.