Engel der Nacht
Engel der Nacht

Engel der Nacht

2002 – PAL, 4:30 min, Videoprojektion auf eine Wand

Fünf junge blonde Frauen (alle Anfang zwanzig) stehen dem Betrachter frontal gegenüber, projiziert in realer Größe. Sie blicken den Betrachter direkt an und wissen, dass auch sie selbst beobachtet werden. Sie nesteln an ihrer Kleidung herum, schminken sich, kämmen ihr Haar, rauchen, kauen Kaugummi und warten. Aber auf was oder wen? Eine merkwürdige Spannung entsteht.

Bei dieser Videoarbeit geht es um eine Übergangssituation, um das Dazwischen, das Ungewisse. Es bleibt offen, ob es sich bei den "Engeln der Nacht" um Disco-Girls handelt oder um "Bordsteinschwalben" (Prostituierte). Ebenso der Ort des Geschehens bleibt vage. Die Geräusche lassen erahnen, dass sie sich irgendwo draußen befinden müssen. Nachts. Plötzlich hört man ein Auto mit quietschenden Reifen und wummerndem Discosound anbrausen. Die Mädchen eilen erfreut aus dem Bild. Türen knallen. Das Auto entfernt sich. Alles beginnt von vorn: sie kommen wieder von links ins Bild, als beträten sie eine Bühne und warten ...

Diese Arbeit war erstmals in der Ausstellung "Face to Face" in der Galerie Gabriele Rivet Köln vom 30. Oktober bis 21. Dezember 2002 zu sehen

Darstellerinnen: Dace Akmene, Janine Schürmann, Jenny Dirksen, Monika Läuferts und Laura Frahm Hilfe beim Dreh: Susanne Seuffert Autofahrer: Philipp Heidkamp